Liebe Freunde der Orgelmusik!

 

Zum ersten Advent 2008 erschien die CD „Laudes Organi – Eine Orgelreise durch den Evangelischen Kirchenbezirk Ditzingen“. Sie ist ein klingendes Portrait aller vierzehn Orgeln im Kirchenbezirk. Die Bewunderung, die die Orgel im Verlauf ihrer mehr als zweitausendjährigen Geschichte immer wieder fand, gilt sowohl dem Klanglichen wie dem Schaubaren, dem Musikinstrument wie dem bildnerischen Kunstwerk. Zurecht hat man der Orgel den ersten Platz in der Rangordnung der Musikinstrumente zuerkannt und sie zur „Königin der Instrumente“ erkoren.

 

Unten stehend finden Sie die Dispositionen aller Orgeln samt Kurzbeschreibung.

 

Klangproben aus dem CD-Repertoire finden Sie hier:

 

Ditzingen, Konstanzer Kirche (Gräsle/Rzehak, Joyful)

Gerlingen, Petruskirche (Bach, Concerto a-Moll, 1. Satz)

Korntal, Christuskirche (Bach, Toccata C-Dur)

Markgröningen, Bartholomäuskirche (Karg-Elert, Nun danket alle Gott)

 

Wenn Sie Lust auf mehr bekommen haben – Sie können die CD im Bezirkskantorat Ditzingen, Mittlere Str. 17, 71254 Ditzingen bei Bezirkskantor Andreas Gräsle (andreasgraesle@gmx.de) erwerben.

Ditzingen, Konstanzer Kirche

Am 17. März 1726 wurde die erste Orgel der Konstanzer Kirche, erbaut vom Stuttgarter Hoforgelmacher Josef Friedrich Baumeister, eingeweiht.

Das Werk von Baumeister zeigte allerdings bald große Zerfallserscheinungen.

1792 ist im Convents-Protokoll zu lesen: „Die Haupt- und Bassregister sind nicht zu gebrauchen und also der Gesang kaum regiert werden kann, dass es sehr oft fällt, öfters auch steigt, wodurch Unordnung und Cacophonie häufig entstehen.“

1839 saniert die Firma Walcker die einmanualige Orgel mit 10 Registern grundlegend. Am 10. November des Jahres findet die Einweihung in Anwesenheit des damaligen Stuttgarter Stiftsmusikers Dr. Konrad Kocher statt.

1956 wurde die Orgel im Zuge der damaligen Kirchen­renovierung erneuert (Walcker). Die Empore, auf der das Instrument stand, wurde ab­ge­rissen, ein Rückpositiv angehängt.

1979 wurde die Orgel um ein Koppelmanual ergänzt und durch Orgelbaumeister Peter Plum grundlegend erneuert. Sie besitzt heute 28 Register auf zwei Manualen.

 

 

II. Manual (Hauptwerk)

Bourdon 16’

Prinzipal 8’

Viola da Gamba 8’

Gedeckt 8’

Oktave 4’

Kleingedeckt 4’

Superoktave 2’

Nasat 2 2/3’

Terz 1 3/5’

Mixtur 2’ 5fach

Trompete 8’

Tremulant

 

III. Manual (Schwellwerk)

Gedeckt 8’

Spitzprinzipal 8’

Prinzipal 4’

Rohrflöte 4’

Oktave 2’

Sifflöte 1’

Kornett 2 2/3’ 3fach

Scharf 1’ 3-4fach

Cromorne 8’

 

Pedal

Subbass 16’

Oktavbass 8’

Gemsbass 8’

Choralbass 4’

Hintersatz 2’ 5fach

Fagott 16’

Trompetenbass 8’

Schalmei 4’

 

Koppelmanual Schwellwerk/Hauptwerk

 

3 freie Kombinationen

1 freie Pedalkombination

Mechanische Spieltraktur

Elektrische Registertraktur

 

An der Konstanzer Kirche gibt es zudem eine klangschöne Truhenorgel mit 1 ¾ Registern aus der Werkstätte Friedrich Lieb, Bietigheim mit folgender Disposition:

 

Gedeckt 8’ Holz C-d3

Holzflöte 4’ Holz e0-d3

Gerlingen

Gerlingen, Lukaskirche

 

Die vollmechanische Schleifladen-Orgel wurde von Konrad Koch, Feuchtwangen erbaut, sie besitzt 14 klingende Register auf 2 Manualen und Pedal und wurde am 1. Dezember 1974 eingeweiht.

 

I. Manual (Hauptwerk)

Metallflöte 8’

Prinzipal 4’

Blockflöte 4’

Flachflöte 2’

Mixtur 1 1/3’ 4fach

 

II. Manual (Schwellwerk)

Gedeckt 8’

Rohrflöte 4’

Prinzipal 2’

Sesquialter 2 2/3’ 1 3/5’

Zimbel 1’ 4fach

 

Pedal

Subbass 16’

Gemshorn 8’

Choralbass 4’

Trompete 8’

 

 

 

Gerlingen-Waldsiedlung, Matthäuskirche

 

Am 23. April 1983 war es soweit: Unter tatkräftiger Hilfe von Gemeindegliedern und Pfarrer Gabius wurde mit einem LKW die Orgel aus Witten/Ruhr abgeholt und von Orgelbaumeister Schäfer aus Frankfurt/Main innerhalb einer Woche aufgebaut.

Es handelt sich um ein gebrauchtes, mechanisches Instrument der Firma Rieger aus Schwarzach/Tirol.

 

I. Manual (Hauptwerk)

Metallgedackt 8’

Prinzipal 4’

Flöte 2’

Mixtur 2-fach

 

II. Manual (Oberwerk)

Holzgedackt 8’

Holzflöte 4’

Quinte 1 1/3’

Regal 8’

 

Pedal:

Subbass 16’

Gedackt 8’

Posaune 8’

 

Tremulant und Schweller auf beide Manuale

 

 

 

 

Gerlingen, Petruskirche

 

Die Petruskirche erhält im Jahre 1687 ihre erste Orgel. 1739 wird sie durch ein Pedal und einen Zimbelstern erweitert. 1895 übernimmt die Orgelbaufirma Weigle die Betreuung des Instruments.

Der Prüfbericht von 1921 bescheinigt der nunmehr 250 Jahre alten Orgel schlechtes, zerdrücktes und verbogenes Pfeifenmaterial. So beschließt man den Einbau einer neuen Orgel in das alte Gehäuse.

Nach einer Ausreinigung und Erweiterung im Jahre 1950 wird 1968 die pneumatische Traktur , die inzwischen unpräzise geworden ist, durch eine mechanische Spieltraktur ersetzt.

 

I. Manual (Hauptwerk)

Prinzipal 8‘

Spitzflöte 8‘

Oktave 4‘

Flöte 4‘

Nasat 2 2/3‘

Oktave 2‘

Waldflöte 2‘

Terz 1 3/5

Septime 1 1/7

Mixtur 5-6fach, 1 1/3

Schalmey 16‘

Tremulant 16‘

 

II. Manual (Oberwerk)

Gedecht 8‘

Salizional 8‘

Prinzipal 4‘

Pommer 4‘

Oktave 2‘

Gemsquinte 1 1/3

Scharf 5-fach

Oboe 8‘

Tremulant

 

Pedal

Subbass 16’

Zartbass 16’

Oktavbass 8’

Gemsrohrpommer 8’

Choralbass 4’

Rauschpfeife 2 2/3 2’

Basszink 3-fach, 2 2/3

Stille Posaune 16‘

Tremulant

 

3 Koppeln

3 freie Kombinationen

Tutti

Heimerdingen, Peter-und-Paul-Kirche

Heimerdingen, Peter-und-Paul-Kirche

 

Die Orgel wurde 1851 von der Firma Weigle als Opus 16 unter Verwendung vollmechanischer Kegelladen erbaut. Die Windversorgung durch 2 Kastenbälge war original auf dem Dachboden über der Orgel platziert. Im Zuge der Innenrenovierung der Kirche wurde die Orgel 1964 klanglich durch Weigle umgestaltet, da man den Klang zwar „kräftig und gesund“, aber zu „massiv und farblos“ empfand. Die Ausreinigung der Orgel erfolgte 1994 durch Friedemann Güldner (Orgelbau Mühleisen).

 

Ursprüngliche Disposition:

I. Manual (Hauptwerk)

Prinzipal                       8’

Viola di Gamba 8’

Gedackt                       8’

Oktave              4’

Flautino                        2’

Mixtur 4f 1 Repetition ab c’: 4’

Leerstock Trompete       8’

 

II. Manual (Hinterwerk)

Gedackt                       8’

Salizional                     8’

Gemshorn                    8’

Dolce                            8’

Flöte                            4’

 

Pedal:

Subbass                       16’

Violonbass                   8’

Koppel II/I, I/Ped

 

 

Heutige Disposition:

I. Manual (Hauptwerk)

Prinzipal                       8’ (ab fs’ alt)

Viola di Gamba 8’ (ab c’ alt)

Gedackt                       8’ (alt)

Oktave              4’ (alt)

Flautino                        2’ (alt)

Mixtur               4f (neu)

Trompete                      8’ (neu)

Hemmingen, Laurentiuskirche

Hemmingen, Laurentiuskirche

 

Die erste Orgel aus dem Jahre 1738 stand ursprünglich im Chor, auf einer eigens dazu eingebauten Empore. Seit 1856 hat sie ihren heutigen Platz auf der Westempore. Der schöne Barockprospekt umgibt heute die 1962 von Richard Rensch, Lauffen a. N. erbaute Orgel mit 21 Registern.

 

I. Manual (Hauptwerk) 

Schwegel 8’

Prinzipal 4’

Rauschpfeife 2-3 f. 2’

Mixtur 3 f. 2’

Quintadena 16’

Koppelflöte 4’

Waldflöte 2’

Sesquialter 1-2 fach

 

II. Manual (Schwellwerk)

Gedeckt 8’

Rohrflöte 4’

Septnone 1-2 f.

Rohrschalmei 8’

Prinzipal 2’

Gemsquinte 1 1/3’

Zimbel 2 fach ½’

Tremulant

 

Pedal

Untersatz 16’

Oktavbass 8’

Piffaro 4’+2’+1’

Zartbass 16’

Nachthorn 4’

Basszink 2 2/3’+1 3/5’ + 1 1/3’

Hirschlanden, Oswaldkirche

Hirschlanden, Oswaldkirche

 

Im Rahmen der großen Kirchenrenovierung 1965 sollte auch der Wunsch der Organisten berücksichtigt werden, ein Instrument mit wenigstens zwei Manualen zur Verfügung zu haben. Der Kirchengemeinderat beschloss daher, eine neue Orgel anzuschaffen.

Prof. Herbert Liedecke, damals Orgelsachverständiger der Landeskirche, entwarf die Disposition, den Bau besorgte die schwäbische Orgelbaufirma Eberhard Friedrich Walcker aus Ludwigsburg. Das Einweihungskonzert unter Kantor Eberhard Jörg fand am 20. Juni 1965 statt.

 

 

I. Manual (Hauptwerk)

Flöte 8’

Prinzipal 4’

Blockflöte 2’

Mixtur 4 fach

 

II. Manual (Oberwerk)

Gedeckt 8’

Koppelflöte 4’

Prinzipal 2’

Terzglöcklein 2 fach

 

 

Pedal

Subbass 16’

Gemshorn 8’

Choralbass 4’

Kallenberg, Emmaus-Kirche

Kallenberg, Emmaus-Kirche

 

Der Stadtteil von Korntal-Münchingen entstand erst in den 50er Jahren. Dr. Helmut Votteler stiftete damals die Emmaus-Kirche. Die Finanzen zur Anschaffung der Orgel musste die Kirchengemeinde allerdings selbst aufbringen. Das 10-registrige opus 1001 der Orgelbaufirma Friedrich Weigle, Echterdingen, wurde 1957 eingeweiht.

 

I. Manual (Hauptwerk)

Metallflöte 8’

Prinzipal 4’

Mixtur 4 fach 2’

Vorabzug 2’

 

II. Manual (Oberwerk)

Gedackt 8’

Rohrflöte 4’

Waldflöte 2’

Terzglöcklein 2fach

Tremulant

 

Pedal

Subbass 16’

Oktavbass 8’

Flötbass 4’

 

3 Koppeln

Korntal

Korntal, Brüdergemeinde

Der Große Saal der Ev. Brüdergemeinde in Korntal wurde 1819 nach dem Vorbild des Betsaals der Herrnhuter Brüdergemeinde erbaut. Orgelbau Weigle errichtete 1960 eine Orgel, die sich bald in technischer Hinsicht als unbefriedigend erwies.

Ein Neubau der Windladen und der Spieltraktur erfolgte durch die Firma Plum. Das Pfeifenwerk wurde durch Bertfried Scharfe neu intoniert.

Dabei erhielt die Orgel eine ungleichschwebende Temperatur nach Neithardt (1729).

Die Lage der zehn größten Pfeifen der Posaune 16’ stellt ein Unikum dar, indem sie in voller Länge der mangelnden Raumhöhe wegen hinter der Pedallade liegend angebracht sind.

 

 

I. Manual (Hauptwerk)

Bourdon 16’

Prinzipal 8’

Rohrflöte 8’

Oktave 4’

Gemshorn 4’

Rauschpfeife 2 2/3’+2’

Doublette 2’

Terz 1 3/5’

Mixtur 4-5 fach, 2’

Trompete 8’

Tremulant

 

II. Manual (Rückpositiv)

Gedeckt 8’

Quintade 8’

Flöte 4’

Prinzipal 2’

Sesquialter 2 2/3’+1 3/5’

Sifflet 1’

Krummhornschalmei 8’

Tremulant

 

Pedal

Subbass 16’

Oktavbass 8’

Spitzflöte 8’

Oktave 4’+2’

Nachthorn 4’

Posaune 16’

Trompete 8’

Clairon 4’

 

Koppeln

RP / HW

HW / Ped

RP / Ped

 

 

 

Korntal, Christuskirche                                      

 

Die Orgel der Werkstätte Walcker wurde 1961 eingeweiht. Sie besitzt 39 klingende Stimmen auf drei Manualen und Pedal, und verfügt über eine elektrische Spiel- und Registertraktur sowie über 64 frei setzbare Kombinationen.

 

III. Manual (Schwellwerk)

1. Gedeckt  8

2. Salicional 8

3. Prästant 4 (vor dem Schweller!)

4. Nachthorn 4

5. Spitzgambe 4 (fehlt) 

6. Blockflöte 2

7. Sesquialter (Terz) 2 2/3 + 1 3/5

8. Larigot (Hörnlein) 1 1/3

9. Oktave 1

10. Krummhorn 8 

11. Tremulant

12. Zimbelstern

 

II. Manual (Positiv)

13. Metallflöte 8 

14. Quintade 8 

15. Principal 4 

16. Rohrflöte 4 

17. Oktave 2 

18. Terzflöte 1 3/5

19.  Gemsquinte 1 1/3

20. Sifflöte 1 

21. Scharff 4 fach

22. Dulcian 16 

23. Oboe 8 

24. Schalmey 4 

25. Tremulant

26. III-II

 

 

I. Manual (Hauptwerk)

27. Ged. Pommer 16 

28. Principal 8 

29. Gemshorn 8 

30. Oktav 4 

31. Flöte 4  (fehlt)

32. Nasat 2 2/3

33. Feldflöte 2 

34. Mixtur 5-6fach

35. Trompete 8 

36. Celesta 4 

37. II-I

38. III-I

 

 

 

 

 

 

Pedal

39. Principal Baß 16 

40. Gedeckt Baß 16 

41. Oktav Baß 8 

42. Gemshornbaß 8  (Transm: I)

43. Choralbaß 4 

44. Hohlflöte 4 

45. Großsesquialter 5 1/3 - 3 1/5

46. Rauschpfeife 2 2/3 + 2 

47. Posaune 16 

48. Trompete 8  (Transm: I)

49. Clarine

50. I-P

51. II-P

52. III- P

 

 

Spielhilfen:

Setzerkombination mit 64 Kombinationen

Pistons: Koppeln, Setzernummern, Sequenzer

Walze

Schweller III

Zungenabsteller

Markgröningen, Bartholomäuskirche

Markgröningen, Bartholomäuskirche

 

Am 28. Mai 1978 erklingt die neue Orgel aus der Werkstätte Peter Vier aus Friesenheim-Oberweier bei Lahr zum ersten Mal im Gottesdienst. Sie besitzt 34 klingenden Registern auf drei Manualen und Pedal, insgesamt 2861 Pfeifen, Schleifladen, sowie eine vollmechanischer Traktur. Der vorhandene Prospekt wurde wieder verwendet. Innerhalb der Orgel sind keine Ausgleichsbälge vorhanden, die Windversorgung ist auf „strömendem Wind“ aufgebaut und verleiht dem Werk damit einen lebendigen Atem.

 

 

I. Manual (Hauptwerk)

Prinzipal 16’

Prinzipal 8’

Rohrflöte 8’

Oktave 4’

Kleingedackt 4’

Oktave 2’

Cornett 5fach ab a

Mixtur 2 2/3’ 6fach

(Vorabzug  Quinte 2 2/3’)

Trompete 8’

Clairon 4’

(Bourdon 16’)

(Gemshorn 8’)

 

II. Manual (Schwellwerk)

Quintade 16’

Gedackt 8’

Salicional 8’

Prinzipal 4’

Traversflöte 4’

Sesquialter 2-3fach

Waldflöte 2’

Mixtur 1 1/3’ 4fach

Zimbel 1/3’ 3fach

Fagott/Oboe 8’

Schalmey 4’

(Nasard 2 2/3’)

(Quint 1 1/3’)

(Sifflet 1’)

Tremulant

 

III. Manual (Brustwerk)

Bourdon 8’

Rohrflöte 4’

Doublette 2’

Larigot 1 1/3’ + 1’

(Spitzquinte 1 1/3’)

Vox Humana 8’

Tremulant

 

Pedal

Prinzipalbass 16’

Subbass 16’

Oktavbass 8’

Gemshorn 8’

Quintbass 10 2/3’

Hintersatz 5fach, 4’

(Choralbass 4’)

Bombarde 16’

Trompetbass 8’

(Clairon 4’)

(Cornett 2’ 5fach)

 

 

In der Bartholomäuskirche steht weiterhin ein Positiv von Orgelbauer Reinhardt Tschöckel aus dem Jahre 1984 mit folgender Disposition:

Gedeckt 8´  Rohrflöte 4´ Prinzipal 2´ Quinte 1 1/3

Münchingen, Johanneskirche

Münchingen, Johanneskirche

 

Das Gehäuse der Orgel stammt aus dem Jahre 1733, der Erbauer des Pfeifenwerks ist unbekannt. 1972 erstellte die Firma Peter Plum, Marbach/N. unter Wiederverwendung des alten Barockgehäuses eine neue Orgel mit 22 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Eine Ausreinigung und klangliche Überarbeitung besorgte 2004 Orgelbau Friedrich Lieb, Bietigheim-Bissingen.

 

I. Manual (Hauptwerk)

Bourdon 16‘

Principal 8‘

Rohrflöte 8‘

Octave 4‘

Spitzflöte 4‘

Octave 2‘

Mixtur 4-5 fach

Kornett 3-5 fach

 

II. Manual (Schwellwerk)

Flöte 8‘

Octave 4‘

Rohrflöte 4‘

Waldflöte 2‘

Nassat 1 1/3‘

Sesquialter 2 fach

Zimbel 2-3 fach

Trompete 8‘

 

Pedal

Subbaß 16‘

Flötenbaß 8‘

Hohlflöte 4‘

Choralbaß 4‘

Fagott 16‘

Bombarde 8‘

Schöckingen, Mauritiuskirche

Schöckingen, Mauritiuskirche

 

Die erste Orgel mit sieben Registern wurde im Jahre 1736 in der Kirche aufgestellt und sollte 163 Jahre Dienst tun.

Der Erbauer ist unbekannt, jedoch wohnte zur Zeit der Errichtung der Orgel ein Orgelmacher aus Pforzheim namens Bernhard Heinrich Fomann in Schöckingen. Möglicherweise war er für den Neubau verantwortlich.

Die zweite Schöckinger Orgel wurde 1899 von Eberhard Friedrich Walcker aus Ludwigsburg gebaut. Walcker schuf 1963 auch das heutige Instrument mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

 

I. Manual (Hauptwerk)

Gedacht 8’

Prinzipal 4’

Waldflöte 2’

Mixtur 4-fach

 

II. Manual (Oberwerk)

Metallflöte 8’

Rohrflöte 4’

Feldflöte 2’

Sifflöte 1’

Sesquialtera 2-fach

 

Pedal

Subbass 16’

Oktavbass 8’

Hohlflöte 4’

 

3 Koppeln

Schwieberdingen, Georgskirche

Schwieberdingen, Georgskirche

 

Am Christfest 1723 konnte die Schwieberdinger Kirchengemeinde ihre erste Orgel in der Georgskirche einweihen. Dieses Instrument des Orgelmachers Schmal aus Heilbronn tat seinen Dienst bis 1848. Ein Orgelneubau wäre zu teuer geworden und so kam ein Angebot der Firma Walcker gelegen: die 1782 von Johann Eberhard Walcker als sein Erstlingswerk erbaute Orgel für die Garnisionskirche Ludwigsburg hatte nach 65 Jahren dort ausgedient und fand nun1850 in der Georgskirche eine neue Heimat. Im Jahre 1965 erhielt die Orgel ein zweites Manual. 1986 wurde die gesamte Orgelanlage überholt, jedes Werk erhielt eine Zungenstimme, die Mixtur im Hauptwerk wurde ersetzt.

 

 

I. Manual (Hauptwerk)

Dolce 8’                        1782

Oktave 4’                      1782

Oktave 2’                      1782

Prinzipal 8’                   1848

Gedeckt 8’                    1953

Nasat 2 2/3’                  1953

Gedecktflöte 4’  1965

Pommer 16’                  1965

Mixtur 4-5 fach  1986

Trompete 8’                  1986

 

II. Manual (Oberwerk)

Rohrflöte 8’                   1965

Prinzipal 4’                   1965

Blockflöte 4’                  1965

Feldflöte 2’                    1965

Quinte 1 1/3’                 1965

Sifflöte 1’                      1965

Sesquialtera 2 fach        1965

Scharf 3-4 fach  1965/86

Krummhorn 8’               1986

Tremolo                        1965

 

Pedal

Subbass 16’                 1782

Oktavbass 8’                 1782

Cellobass 8’                  1782

Choralbass 8’                1953

Flöte 4’             1965

Hintersatz 4 fach           1965

Posaune 16’                 1986

 

 

 

In der Georgskirche steht weiterhin ein Orgelpositiv der Firma Berner aus dem Jahre 1989 mit folgender Disposition:

 

Gedackt 8’

Rohrflöte 4’

Prinzipal 2’

Zimbel